BASALE STIMULATION

1977 wurde in der Rheinland-Pfalz ein Schulversuch mit Kindern mit schweren Behinderungen gestartet.  Das im Rahmen des Schulversuchs entstandene Unterrichts- und Förderkonzept wurde „Basale Stimulation“ genannt. Der Leiter des Projektes war der Sonderschullehrer Andreas Fröhlich.

 

Basal meint: dass wir uns der einfachsten und elementarsten Möglichkeiten bedienen wollen, um einen Menschen zu erreichen, um mit ihm in Kontakt zu treten. Es meint auch, dass wir zurückgreifen auf die Basis, d.h. auf das Fundament menschlichen Handelns.

Basal (lat: die Basis bildend, grundlegendes)

 

Stimulation meint: Dem Menschen mit schwerer Behinderung werden positive Angebote gemacht, die ihn ermuntern, mit anderen Personen und der Umwelt in Kontakt zu treten

(stimulieren : anregen, ermuntern)

 

Den Kindern werden vor allem voraussetzungslose Wahrnehmungserfahrungen angeboten, die an sehr frühe, zumeist vorgeburtliche Erfahrungen anknüpfen.

- Somatische (körperliche) Anregungen, wie Ausstreifen der Beine,…

- Vibratorische Wahrnehmungsimpulse, wie die Arbeit mit Klangschalen, Sprudelbad für die Füße,...

- Vestibuläre Erfahrungen, d.h. die Stimulation des Gleichgewichts, z.B. beim Schaukeln, Wippen,…

 

Der geschützte Begriff „Basale Stimulation“ hat sich als Unterrichts-, Förder- und mittlerweile auch Pflegekonzept durchgesetzt. Allerdings geht man heutzutage von mehr als nur einer Stimulation aus und daher spricht die moderne Literatur nunmehr von „Basalem Leben“.